Landesweite Kunstschau

 

 

30. LANDESWEITE KUNSTSCHAU 2020 "RESPICE FINEM - play, stop, rewind"

Ausstellung auf Schloss Bothmer

Am Park, 23948 Klütz

Laufzeit: 02. Mai – 28. Juni 2020

Vernissage: 02. Mai 2020, 14Uhr

Finissage: 28. Juni 2020, 14 Uhr

Öffnungszeiten: Di–So 10–18 Uhr

Ausstellungsflächen: Westlicher Pferdestall, Kutschenremise, Medienraum, Schlosspark

Schirmherrschaft: Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Veranstalter: Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK

Kuratorin: Petra Schröck

 

Künstlerinnen und Künstler

Sylvester Antony, Max Barske, Christine de Boom, Monika Bertermann, Lena Biesalski, Caroline von Bodecker, Alison Dalwood, Nils Dicaz, Sven Armin Domann, Christian Egelhaaf, Sabine Egelhaaf, Bernd Engler, Susanne Gabler, Susanne Gabler/Petra Steeger, Andreas Grellmann, Robert Günther, Michael Herloff, Anne Hille, Herbert H. Hundrich, Martin Jamborsky, Claudia Kapellusch, Bernd Kommnick, Anka Kröhnke, Eckard Labs, Annette Leyener, Sebastian Maiwind, Hildegard Mann, Anke Meixner, Daniela Melzig, Monika Ortmann, Angela Preusz, Maria Raeuber, Udo Rathke, Grit Sauerborn, Horst-Werner Schneider, Renate U. Schürmeyer, Jutta Schwöbel, Anna Silberstein, Henning Spitzer, Klaus-Dieter Steinberg, Kat von Stenglin, Annette Stüsser-Simpson, Wolfram Sulek, Andre van Uehm, Henry Walinda, Christin Wilcken, Sibille Wolfgram, Michael Wright, Regina Zacharski, Janet Zeugner

Zum Thema

Die 30. Landesweite Kunstschau steht unter der Devise RESPICE FINEM (Bedenke das Ende), die Hans Caspar von Bothmer (1656–1732), der Bauherr von Schloss Bothmer, in seinem Wappen als Lebensmotto verankerte, und schlägt mit dem Zusatz play, stop, rewind eine Brücke in die Gegenwart. Der antike, über das Mittelalter und den Barock bis in die Gegenwart getragene Zusatz „Was du auch tust, handle klug und bedenke das Ende“ als Bothmer’sches Leitmotiv ist gerade heute in Zeiten globaler Umbrüche ein philosophisch bedeutender Grundgedanke von hoher Komplexität und aktueller Brisanz.

50 Künstler*innen aus Mecklenburg-Vorpommern und England loten mit ihren aktuellen Arbeiten verschiedenste Aspekte der Thematik aus, die sowohl philosophische Fragestellungen von (Über-)Leben und Tod, Endlichkeit und ewigem Leben als auch alltägliche Herausforderungen im Umgang mit der Natur berühren.

Das Spektrum reicht von der Verarbeitung der existenziellen Widersprüche von Mensch und Umwelt, Naturzerstörung und Erhaltung der Umwelt über neue Interpretationen des barocken Vanitasgedankens, dem Verarbeiten von Erinnerung und den individuellen Erfahrungen von Zeit bis hin zur Infragestellung von Fortschrittsglauben und moralischem Handeln. Angesichts globaler Bedrohung der Natur, Artensterben und Gletscherschmelze setzen sich einige Arbeiten kritisch mit der Erderwärmung, dem Ansteigen des Meeresspiegels sowie dem Insektensterben auseinander, andere zeigen besonders durch ihre Materialwahl ästhetisch bestechende Nachhaltigkeitskonzepte auf. Hierbei finden wissenschaftliche Experimente, Visionen und Theorien Eingang in die Werke, der historische Ort und die Person des Bauherren, aber auch derzeitige politische Entwicklungen des Auseinanderdriftens von Systemen.

Die Pluralität der künstlerischen Blickpunkte soll die Besucher anregen, im Dialog mit den einzelnen Positionen ihr Verhältnis zwischen Natur und Kultur zu reflektieren und in eine bewusste Beziehung zum persönlichen Lebensraum zu setzen.

Präsentiert wird eine vielstimmige Bandbreite an Bildsprachen, Inhalten und künstlerischen Ausdrucksformen. Sie reicht von Malerei, Grafik, Skulptur über Fotografie und Video bis hin zu performativen und ortsbezogenen Installationen in der Natur des Schlossparkes.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Abbildungen und Statements der Künstler*innen (deutsch/englisch).

 

Rahmenprogramm

02.05.2020, 14 Uhr: Vernissage (Eintritt frei)

17.05.2020, 15 Uhr: Ausstellungsrundgang „RESPICE FINEM“ mit Kuratorin Petra Schröck

29.05.2020, 19:30 Uhr, Östlicher Pferdestall: Lesung (dt./engl.)

TO BE OR NOT … Erlesene Apokalypsen. Ernste und heitere Texte von Anfang bis (zum Welt-)Ende

Lyrik und Texte von Dylan Thomas, Jakob van Hoddis, William Blake, Mary Shelley, Richard Huelsenbeck, Kurt Schwitters, H.C. Artmann, Alfred Lichtenstein, Georg Trakl, Else Lasker-Schüler, Lord Byron, Jura Soyfer u.a.

Es lesen Jesse Garon (Berlin) und Jason Couch (Wales/Hamburg) in deutscher und englischer Sprache. (Eintritt frei)

28.06.2020, 14 Uhr: Finissage mit KünstlerInnenführung (Eintritt frei)

 

Bildnachweise

Sylvester Antony, Ambitions, 2019, Fotogemälde, Alu-Dibond, 90 x 140 cm, Foto: Sylvester Antony

Anka Kröhnke, Krakelé, 2017, Textur aus Alu-Getränkedosen, 90 x 90 cm, Foto: Anka Kröhnke, Wilfried Schröder

Max Barske, Nr. 1, Kinetische Arbeit, 2012, Metall, 50 x 40 x 14 cm, Foto: Max Barske

 

Kontakt Landeweite Kunstschau

Projektleitung 30. Landesweite Kunstschau: Petra Schröck

petra2schroeck@aol.com

Telefon: 0179 20 20 000

03303 50 25 68 (abends)

 

Projektleitung Künstlerbund MV: Annekathrin Siems

info@kuenstlerbund-mv.org

Telefon: 0385 565009