Ausschreibungen

Kunst am Bau Wettbewerb_Polizeidienstgebäudes Stralsund (FRIST: 08.04.2022)

Nichtoffener Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenen Ideenwettbewerb für den Ersatzneubau des Polizeidienstgebäudes Stralsund, Barther Straße 73

Zur Auswahl einer Kunst am Bau führt das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald einen nichtoffenen Kunst-am-Bau-Wettbewerb durch. An dem vorgeschalteten offenen Ideenwettbewerb können sich Kunstschaffende mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in Mecklenburg-Vorpommern unter Beachtung der folgenden Bedingungen beteiligen und bis zum 08. April 2022 Ideen einschließlich Bewerbungsunterlagen einreichen.

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Auslober / Koordination des Bewerberverfahrens

Auslober:

Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald (SBL Greifswald)

 

Koordination und Durchführung:

Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald

Am Gorzberg, Haus 8

17489 Greifswald

E-Mail: Sabine.Koschinsky@hgw.sbl-mv.de

 

Wettbewerbsart

Landesweiter, nichtoffener, anonymer Kunst-am-Bau-Wettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Ideenwettbewerb. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Künstler*innen mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in Mecklenburg-Vorpommern. Die Wettbewerbssprache ist deutsch.

 

Wettbewerbsaufgabe und Kunststandort

Das Land Mecklenburg-Vorpommern errichtet für die Polizei mit den Dienststellen Polizei-

hauptrevier (PHR) und Kriminalkommissariat (KK) ein neues Dienstgebäude in Stralsund, dessen Fertigstellung im Dezember 2022 geplant ist.

Im Rahmen dieser Baumaßnahme soll ein Kunst-am-Bau-Wettbewerb durchgeführt werden.

Die Realisierung der Kunst am Bau soll mit der baulichen Fertigstellung bis Ende Dezember 2022 erfolgen, um das Gebäude möglichst zeitgleich mit der Kunst an den Nutzer übergeben zu können.

Die Liegenschaft des Polizeineubaus Barther Straße 73 befindet sich im Westen der Stadt Stralsund zwischen Carl-Heydemann-Ring und Tribseer Damm. Der Polizeistandort hat eine 50-jährige Geschichte, denn bereits seit 1970 befanden sich hier in einem „DDR-typischen“ Plattenbau das Kriminalkommissariat mit Garagen, Funkturm und Nebengebäuden, die vor Baubeginn abgerissen wurden.

Der 2-flüglige Ersatzneubau des Polizeidienstgebäudes bildet in schlichter zeitgemäßer Architektur den Abschluss einer geschlossenen Gründerzeitbebauung an der Barther Straße. Im Osten schließt das Gebäude mit 4 Vollgeschossen direkt an die Nachbarbebauung an. Die leicht gebogene Kubatur – der Neubau präsentiert sich wie ein gebogenes L – ist an den Straßenverlauf angepasst. Die straßenseitige 4-geschossige Bebauung wird um einen südlichen Gebäudeflügel mit 3 Vollgeschossen ergänzt. Dadurch entsteht ein geschützter, interner Hofbereich, der über die westlich angrenzende Zufahrt mit Schrankenanlage erreichbar sein wird.

Vom Auslober werden die folgenden Flächen/Bereiche für die Kunst am Bau als besonders geeignet vorgegeben:

  • Die dreieckige Grünfläche vor dem Gebäude zur Barther Straße
  • Der verglaste Eingangsbereich (innen und außen) sowie die dunkel verklinkerte Wandfläche unter der eingezogenen nordwestlichen Gebäudeecke
  • Die nordwestliche Gebäudeecke über dem Erdgeschoss (1. – 3. Obergeschoss)
  • Die Dachfläche auf dem 3-geschossigen rückwärtigen Gebäudeteil

Mehrteilige Arbeiten, die mehrere der o.g. Flächen besetzen und für die z.B. im Eingangsbereich eine Wechselwirkung zwischen Gebäudeinnen- und Gebäudeaußenbereich denkbar wäre, sind ausdrücklich möglich.

Es ist zu beachten, dass an der nördlichen Fassade entlang der Barther Straße (über dem Eingang) sowie an der westlichen Fassade entlang der Zufahrt bauseits je ein ca. 7 m langer blauer Schriftzug "Polizei" in Form von Leuchtbuchstaben angebracht ist. Erläuternde Darstellungen sind den beigefügten Plänen zu entnehmen.

Jenseits des öffentlich zugänglichen Bereiches befindet sich der Sicherheitsbereich der Polizei. Dieser ist mittels einer Schranken-/Zaunanlage abgetrennt und steht für die Kunst am Bau nicht zur Verfügung.

 

Art der Kunst

Die Art der Kunst sowie die Materialität werden vollständig dem/der Wettbewerbsteilnehmer/in überlassen. Etwaige Installationen, wie z.B. mit Licht, dürfen keine unwirtschaftlichen Folgekosten nach sich ziehen und keine Behinderung bzw. Beeinträchtigung für den Straßenverkehr darstellen. Folge- und Bewirtschaftungskosten sind bereits in dem Wettbewerbsbeitrag der ersten Wettbewerbsstufe (im Ideenwettbewerb) durch die Künstler*innen auszuweisen und diese sind in der zweiten Wettbewerbsstufe zu präzisieren.

 

Teilnahmeberechtigung/ Verfahren

Teilnahmeberechtigt sind professionelle Künstler*innen oder Künstlergruppen mit Wohnsitz und/oder Arbeitsort in Mecklenburg-Vorpommern.

Diese können sich bis zum 08.04.2022, 12 Uhr (Posteingangsstempel), einschließlich Abgabe Ihrer konkreten Idee zum Standort im DIN A3 Format, bewerben.

Zur Bewerbung sind die nachfolgenden Bewerberunterlagen in Papierform einzureichen:

  • Ausgefüllter Bewerbungsbogen
  • Vita und Ausstellungsnachweis (Professionalitätsnachweis), max. 1 Seite DIN A4 je Mitglied der Arbeitsgemeinschaft. Sofern keine Ausbildung an einer Kunstakademie oder entsprechende Einrichtung vorliegt, muss das Ausstellungsverzeichnis eine kontinuierliche künstlerische Tätigkeit belegen, die professionellen Ansprüchen genügt.
  • Text zur künstlerischen Position, max. 1 Seite DIN A4 je Mitglied der Arbeitsgemeinschaft
  • Bildliche Darstellung und schriftliche Erläuterung von mind. 1 und max. 3 Referenzobjekten, maximal 1 Seite DIN A3 je Referenzobjekt
  • konkrete Idee zum Standort Polizeidienstgebäude Stralsund bildlich und textlich auf 1-2 Seiten im DIN A3 Format

Nach Eingang und Prüfung der Bewerbungsunterlagen sowie der Vorlageprüfung des Ideenblattes DIN A3 wird das Ideenblatt (konkrete Idee zum Standort) im SBL anonymisiert und erhält die gleiche Nummer wie der Bewerbungsbogen (mit seinen zugehörigen Anlagen).

Aus den eingegangenen Bewerbungen werden 10 Künstler*innen von einem unabhängigen Auswahlgremium, dem Sachverständigenausschuss, mit je einem Vertreter des Finanzministeriums, des Bildungsministeriums, des Innenministeriums/ Nutzer, des Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamtes Greifswald sowie zwei Vertreterinnen des Künstlerbundes M-V ausgewählt.

Als Leistungen in der 2. Wettbewerbsstufe sind 2D- und 3D-Darstellungen, eine Kostenschätzung einschließlich der Folge- und Bewirtschaftungskosten und, soweit von den Teilnehmenden als notwendig erachtet, ein Modell sowie Materialproben einzureichen. Die 10 ausgewählten Teilnehmer*innen erhalten separat weitere Informationen.

 

Randbedingungen

Für die Ideenfindung in der ersten Wettbewerbsstufe und deren weitere Ausarbeitung in der zweiten Wettbewerbsstufe sind folgende Randbedingungen für den künstlerischen Beitrag zu beachten:

Statische Ausschlussgründe:
Die Dachflächen sind mit maximal 200 kg/m² belastbar. Durchdringungen der Dachhaut sind nicht zulässig. Eventuelle Durchdringungen der Fassade sind thermisch entkoppelt und schlagregendicht auszuführen. Rückverankerungen der Fassade sind grundsätzlich möglich. Beschichtungen der Fassade sind nicht zulässig.
 
Sicherheitstechnische Ausschlussgründe:
Objekte vor dem Gebäude oder auf dem Dach, die gegen das Gebäude oder Personen eingesetzt werden können, sowie Objekte, die zum Ersteigen der Fassade benutzt werden können, sind nicht zulässig.
 
Weitere Rahmenbedingungen/ Ausschlussgründe:
Die Kunst darf die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auf der Barther Straße

nicht beeinträchtigen.
Die Fenster des Polizeidienstgebäudes sind freizuhalten. Ethisch-moralisch bedenkliche Motive sind nicht zulässig.

 

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Kunststandort können auf der Internetseite des SBL M-V unter dem Link Polizeihauptrevier, Kriminalkommissariat Stralsund – Ersatzneubau in der Barther Straße 73 eingesehen werden.
Bewerbungen außerhalb des formalisierten Verfahrens sind nicht zulässig.
Künstlergruppen gelten als 1 Bewerber. Eine Rückgabe der Unterlagen erfolgt nicht.
Die Bewerbung muss spätestens am 08.04.2022 um 12 Uhr beim Staatlichen Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald (Adresse siehe unten) eingegangen sein. Es zählt der Posteingangsstempel.

 

Bearbeitungshonorare und Preisgelder

Die Teilnehmer der 2. Wettbewerbsstufe erhalten ein Bearbeitungshonorar in Höhe von 1.000 EUR (inkl. MwSt.) bei Einreichung einer prüffähigen Wettbewerbsarbeit.

In der Aufwandsentschädigung eingeschlossen sind u. a. auch Aufwendungen für die freiwillige Teilnahme an einem Rückfragenkolloquium vor Ort (Reisekosten, Übernachtungskosten). Es werden keine Preisgelder vergeben. 

Für die Realisierung des ausgewählten Beitrages stehen 41.000 Euro brutto zur Verfügung.

Darin enthalten sind vollständig das Honorar für den/die Künstler*in, die Herstellung, die Lieferung und die Aufstellung der Kunst am Standort in Stralsund.

 

Preisgericht

Das Preisgericht setzt sich aus vier Fachpreisrichter*innen aus dem künstlerischen Bereich und drei Sachpreisrichter*innen aus dem Bereich der Staatshochbauverwaltung und des Nutzers zusammen. Die Mitglieder des Preisgerichts sind keine Mitglieder des Sachverständigenausschusses. Die namentliche Benennung des Preisgerichtes erfolgt in der Auslobung.

 

Terminplan (voraussichtlich)

Veröffentlichungsdatum: 01.03.2022

Bewerbungseingang inkl. konkrete Idee: bis 08.04.2022 um 12:00 Uhr

Auswahlverfahren durch SVA: 17. KW 2022

Ausgabe der Auslobungsunterlagen: 17. KW 2022

Zweite Wettbewerbsstufe (Ideendetaillierung): 18.-23. 2022 KW (6 Wochen)

Rückfragenkolloquium: 19. KW 2022

Abgabe Wettbewerbsarbeiten: 23. KW 2022

Preisgerichtssitzung und Beauftragung: 25.-27. KW 2022 (Ende 06/2022)

Abstimmungen / Ausführungsplanung Kunst: 28.-31. KW 2022

Realisierung Kunst: 08-12/2022

 

Ort der Einreichung

Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald

Dezernat SM1

Am Gorzberg, Haus 8

17489 Greifswald

 

Kontakt

Staatliches Bau- und Liegenschaftsamt Greifswald

Am Gorzberg, Haus 8

17489 Greifswald


E-Mail: Sabine.Koschinsky@hgw.sbl-mv.de


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