Ausstellungreihe ECHO - Kunst im Widerhall

ECHO 5 - Karin Schroeder und Iris vom Stein

Fünfte Ausstellung im neuen KUNSTraum SCHWERIN

des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK

Laufzeit: 21.08. – 26.09.2021

Adresse: Goethestraße 15 | 19053 Schwerin

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 10 – 15 Uhr, gemäß der Corona-Landesverordnung M-V

Kuratorin: Susanne Gabler

ZUR AUSSTELLUNG

Thema: Linien

In der fünften Ausstellung der Ausstellungsreihe ECHO – Kunst im Widerhall des KUNSTraumes SCHWERIN sehen sie Arbeiten der Künstlerinnen Karin Schroeder und Iris vom Stein. Die Werke beider erforschen die Linie.

Karin Schroeder zeigt Zeichnungen aus ihrer Beschäftigung mit Grenzen. Zeichnerisch hat sie diese Grenzen hervorgearbeitet. In ihren Zeichnungen verdichten sich die Linien. Sie werden immer konzentrierter bis zu einer betonten Mitte. Dabei entsteht eine Dreidimensionalität. In dieser Räumlichkeit und Verdichtung der Linien werden die Grenzen spürbar. Damit visualisiert Karin Schroeder die Bedeutung von Grenzen und lässt uns Betrachter*innen die Übergänge ersehnen, nach denen sich diese Konzentration wieder auflöst.

Iris vom Stein zeigt uns in dieser Ausstellung ein visuelles Echo. In ihrer Arbeit zeigt sie die Reaktionen des Elements Wasser. Auf Fotodrucken sehen die Besucher*innen Wellenbewegungen. In deren Wiederholungen entdecken sie mit der Zeit die minimalen Veränderungen. In dieser Fokussierung können die Betrachterinnen und Betrachter die Resonanz des Wassers erspüren. In Iris von Steins Arbeiten konzentrieren sich die Linien kreisförmig auf eine Mitte.

Die Feinheit der Linien in dieser fünften Ausstellung zum Thema ECHO – Kunst im Widerhall ist einladend und meditativ. Beide künstlerische Positionen nähern sich in ihrer Zartheit so intensiv, dass die dahinterliegenden Thematiken fühlbar werden.

KARIN SCHROEDER

mail@karinschroeder.de | www.karinschroeder.de

ARTIST STATEMENT

Ich beschäftige mich mit Übergängen zwischen 2- und 3-Dimensionalität einerseits und dem Unvorherbestimmbaren, das entsteht, wenn ich einem festgelegten Handlungsprinzip konsequent folge.

Anhand solcher Handlungsmuster, deren Ursprung in der Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema, der Besonderheit eines Objektes oder einer Arbeitstechnik liegt, entstehen Zeichnungen, Objekte, Installationen und Arbeiten mit Mitteln der Fotografie.

VITA

1973 geboren in Rendsburg / Schleswig-Holstein

2001 Diplom-Abschluss Mode-Design HTW, Berlin

seit 2001 Tätigkeit als freischaffende bildende Künstlerin und Designern

2011 – 2016 Mitglied des Projektraumes Scotty Enterprises e. V., Berlin

2017 Umzug nach Carlow, Nordwestmecklenburg

seit 2020 Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK

2020 Arbeitsstipendium Mecklenburg-Vorpommern

2021 / 22 Mentee im Projekt »mentoringKUNST« des Künstlerbundes Mecklenburg und

Vorpommern e. V. im BBK

2021 Preis im Ideenwettbewerb »Kunst in Zeiten von Corona« des Kunst- und

Kulturrates Nordwestmecklenburg

2021 Reisestipendium Atelierhaus Salzamt Linz

BILDNACHWEIS

Grenze – Übergänge | 2020 – 2021 | Auswahl aus 11 Zeichnungen | Fineliner und Buntstift | 50 x 70 cm | Foto: Karin Schroeder

Grenze MV / SH-Übergang 1 und 2 | 2020 – 2021 | 2 Zeichnungen | Fineliner und Buntstift | 100 x 130 cm | Foto: Karin Schroeder

 

IRIS VOM STEIN

contact@irisvomstein.de | www.irisvomstein.de

ARTIST STATEMENT

Von den Dingen ausgehen, über sie hinausweisen. Durch die Reduktion auf Details den Prozess des Sehens selbst fokussieren und somit Ausdruck und Neuformulierung einer eigenständigen Bildwelt erschaffen, losgelöst vom Kontext, offen in alle Richtungen. Bei den aktuellen Werken kamen die Inspiration und Umsetzung direkt über die Begriffe der Ausschreibung »ECHO – Kunst im Widerhall«. Immer wiederkehrende Wellen, Höhen und Tiefen, unterschiedliche Reflexionen, ein nur scheinbar monotoner Rhythmus, der mit kleinen Veränderungen vielleicht diese eigenständige Bildwelt erschafft. Oder die sinnbildliche Darstellung eines Dialogs zwischen »Narcissus und Echo« aus Ovids Metamorphosen. Hierzu laden die Videoloops, ebenso in minimaler Darstellung, zum Schauen und Hören ein.

VITA

1968 geboren in Schwelm (NRW)

1984 – 1987 Berufsausbildung zur Fotografin

1988 Fachabitur für Design, Wuppertal

1992 – 1995 Studium an der Hochschule der Künste Berlin, FB 11

1993 Arbeitsstipendium der Hochschule der Künste

1996 – 2004 Mitglied des BBK, Berufsverband Bildender Künstler Berlins e.V.

1997 Stipendium der Künstlerförderung Berlin

1999 – 2000 Fortbildung »Screen-Design« bei CIMdata, Berlin

seit 2020 Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e. V. im BBK

BILDNACHWEIS

SCHALLWELLEN | 2021 | Pigmentdrucke auf Papier | 30 x 30 cm

Interview mit Peter Scherrer - SVZ

 

ECHO 4 - KAREN KUNKEL UND PETRA STEEGER

In der vierten Ausstellung der Reihe ECHO – Kunst im Widerhall sehen Sie Arbeiten der Künstlerinnen Karen Kunkel aus Greifswald und Petra Steeger aus Warnemünde. In den Arbeiten beider spielen Artefakte eine Rolle. Beide nutzen Übriggebliebenes und stellen damit geglaubte Sicherheiten und gelebte Werte infrage. Sie thematisieren unsere Verletzlichkeiten, die eigentlich hinter den Mitteln stecken, mittels derer wir unsere Unsicherheiten zu beherrschen versuchen. 

Petra Steeger zeigt das Werk FETTE BEUTE und das Werk RETTUNGSWESTE der Serie Glaubst du, wir sind sicher?. FETTE BEUTE ist eine Anordnung tierischer Reste, ausgestellt wie Jagdtrophäen. Durch diese Form der Würdigung stellt die Künstlerin unseren Umgang mit der Natur und deren Lebewesen ins Zentrum. Während die Tiere uns versorgen, schützen uns Rettungswesten vor dem Ertrinken. Der Mensch nutzt seine Position an der Spitze der Evolution. Und Steeger stellt die Frage, ob er zu retten sein wird?

Karen Kunkel zweifelt in ihrer Serie ad acta an Kategorisierungen. Das bringt sie zum Ausdruck, indem sie Bezug auf vorhandene Aktendeckel nimmt und frei assoziierende Bildelemente hinzufügt. Damit schafft sie ein Dazwischen durch neue Ebenen. Durch die daraus entstehenden Differenzierungen holt sie Individualisierungen zurück, die in der Sicherheit vermittelnden Kategorien vorerst unterbunden wurden. Sie macht uns ein Angebot, unser Selbst wiederzuentdecken.

Interview mit Peter Scherrer

 

ECHO 3 - Ulrich Bittmann und Linda Perthen

Eindrucksvoll sind die Arbeiten der Malerin Linda Perthen und des Malers Ulrich Bittmann. Sie sind groß, farbstark, formenbetont und wirken ohne weitere Ausdifferenzierungen klar und eindringlich.

Sie funktionieren solitär und trotz ihrer Unterschiedlichkeit wunderbar gemeinsam.

In Perthens Malerei liegen verschiedene Formen als Schichten übereinander. Die daraus entstehenden Räumlichkeiten, erschweren den Betrachter:innen ihre eigene Verortung. Im besten Fall suchen sie weiter nach dieser und erfahren diese Räume umso intensiver.

Durch Bittmanns stark physische Betonungen entwickeln seine Bilder fühlbare Nähe. Das wird zusätzlich gestützt durch die Ausschnitte in denen man sich als Betrachter:in wiederfindet. Sie bilden Momente ab und die unzähligen Symbole wirken erzählerisch, beenden jedoch keine Geschichte.

Beide umformen mit ihren Bildelementen etwas Unsichtbares, was in den Betrachter:innen lediglich persönlich sichtbar wird. Diese Denkanstöße sind Erzählungen, die durch die Betrachter:innen vollendet werden.

Presse

Beitrag Schwerin Lokal vom 28.05.2021 von Peter Scherrer

 

ECHO 2 - Martin Feistauer und Marike Schreiber

Unübersehbar arbeiten Marike Schreiber sowie Martin Feistauer mit Farben. Sie arrangieren sie auf ihre eigene Weise mit ihren Werken.

In ihrer dreidimensionalen Arbeit „Scales III“ stellt Marike Schreiber lebensgroße Holzobjekte in den Raum. Spielerisch bilden sie vielfältige Formen, Farben und Symboliken ab. Dabei wirken ihre vertikalen „Scales“ wie eine Prozession. Sie scheinen voranzuschreiten.

Diese Bewegung setzt sich auf einer weiteren Wand empor in der Arbeit „Interferenzen“ von Martin Feistauer. Seine großformatige Malerei bildet eine Auswahl von wenigen Farben ab. Streng und vertikal aneinandergereiht folgen sie einer sich wiederholenden Anordnung. In dieser wiederum wirkt die Arbeit „Interferenzen“ stark differenziert.

Differenzierungen durch Vielfalt sowie durch Anordnung wechseln sich in der Ausstellung ECHO – Kunst im Widerhall 2 im KUNSTraum SCHWERIN ab.

 

ECHO 1 - Anke Meixner und Stine Albrecht

Die Ausstellungsreihe "ECHO - Kunst im Widerhall" im neuen KUNSTraum SCHWERIN wird durch die beiden Künstlerinnen Anke Meixner und Stine Albrecht eröffnet - kuratiert von Susanne Gabler. 

Beide Künstlerinnen nutzen den Raum für sich und miteinander. Meixners wie Albrechts Arbeiten spielen mit Transparenzen und Formen. Auf Albrechts Arbeit, drei hängende Objekte mit dem Titel Transparente Strukturen, lässt sich eindrucksvoll der Moiré-Effekt wahrnehmen, der sich in den Abendstunden auch auf der Wand als Schattenwurf widergespiegelt findet.

Ihr Objekt Die Quadratur des Kreises wirkt wie ein Ziel – anziehend und leuchtend fängt es den Blick der Rezipient*innen ein und hinterlässt die Frage, ob eine Quadratur des Kreises doch möglich sein könnte.

Meixners Arbeit Avola, avola! besteht aus federleichten Objekten aus Papier. Zusammen arrangiert bilden sie eine raumgreifende Installation. Die Größe der Installation bietet viel Oberfläche für das farbige Licht, welches die Arbeit illuminiert und das von dem Weiß des Papieres gleichermaßen aufgenommen als auch reflektiert wird. Trotz ihrer Transluzenz strahlen die hellen Objekte das Licht zurück in den Außenraum.

Gefördert durch die Landeshauptstadt Schwerin und mit Unterstützung des Landestheaters Schwerin und der Hochschule Wismar.

 

Kunst in neuen Räumen

Der Künstlerbund MV in neuen Räumen: Die neue Geschäftsstelle des Berufsverbandes der Bildenden Künstlerinnen und Künstler in M-V befindet sich in der Goethestraße 15 am Platz der Jugend in Schwerin. Angeschlossen an die neue Geschäftsstelle des Künstlerbundes MV liegt der KUNSTraum SCHWERIN: Ausstellungsfläche für zeitgenössische Bildende Kunst sowie Ort der kulturellen Begegnung und des Austausches im Stadtraum Schwerin.

Der lichtdurchflutete Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Eckhauses mit roten Klinkern öffnet sich durch drei große Schaufenster in den Stadtraum. Passanten und Pendler auf der Goethestraße, einer der Hauptsachsen des öffentlichen Nahverkehrs, haben Einblick in das künstlerische Geschehen im Inneren und sind eingeladen, einzutreten.

In der Beschaffenheit der Architektur und der Konzeption des Ausstellungsprogramms verfolgt der Künstlerbund MV das Grundprinzip „Kunst im Stadtraum“ – Innen- und Außenraum gehen ein fluides Miteinander ein. Die Kunstwerke können aus vielfältigen Perspektiven von innen und außen wahrgenommen werden. Der KUNSTraum SCHWERIN fungiert als Ort mit einem künstlerischen Angebot, welches zum Innehalten sowie zum kulturellen Austausch in einer vitalen Umgebung einlädt.

Gemäß seiner offenen Ausrichtung fungiert der KUNSTraum SCHWERIN sowohl als Ausstellungsraum für Bildende Kunst als auch als Veranstaltungsort z.B. für kleinere Konferenzen, Lesungen und Musikabende.

Offen, kommunikativ und inspirierend setzt der KUNSTraum SCHWERIN mit seinen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, der Vielfalt der künstlerischen Ausdruckformen, begleitenden Druckerzeugnissen und diversen Veranstaltungsformaten einen neuen ästhetischen und kulturellen Fixpunkt im Stadtraum und trägt zum jungen Gesicht der Landeshauptstadt Schwerin bei. Zum anderen zielt das Bemühen des Künstlerbund MV darauf ab, Künstlerinnen und Künstler in ihrem Schaffen zu unterstützen und ihnen im KUNSTraum SCHWERIN einen kreativen Freiraum für mehr Sichtbarkeit und Vernetzung zu bieten.

Ausstellungskonzept 2021: „ECHO – Kunst im Widerhall“

Die Ausstellungen im KUNSTraum SCHWERIN werden jedes Jahr einen anderen Themenschwerpunkt verfolgen. 2021 lautet der Titel des Ausstellungsprogramms ECHO – Kunst im Widerhall. Der Topos des Widerhalls bezieht sich auf mehrere Ebenen. Das Konzept sieht vor, dass in jeder Ausstellung jeweils zwei Bildende Künstler*innen gleichzeitig den Ausstellungsraum bespielen und somit zwei künstlerische Positionen im Widerhall aufeinander und auf den Raum reagieren. Übertragen gesprochen gehen von den künstlerischen Arbeiten, aber auch dem Rezipienten, Signale aus, die auf ein Gegenüber treffen, reflektiert werden und einen Widerhall erzeugen. Im besten Falle bewirken sie einen langen Nachhall.

Diverse künstlerische Sprachen, Ausdrucksformen und Medien werden über das Jahr präsentiert. Der KUNSTraum SCHWERIN wird mit seinen sieben Ausstellungspräsentationen 2021 vielfältige und überraschende Wandlungen durchlaufen und die Spannung durch das Jahr hinweg halten.

Künstler*innen und Partnerstädte/-verbände

Der KUNSTraum SCHWERIN richtet sich an die große Künstlerschaft des Künstlerbundes MV, andere Landesverbände des Bundesverbandes der Bildenden Künstlerinnen und Künstler (BBK) als auch an Künstler*innen der nationalen und internationalen Partnerstädte der Landeshauptstadt Schwerin. So wird 2021 eine der sieben Ausstellungen im KUNSTraum SCHWERIN zusammen mit Künstler*innen derPartnerstadt Wuppertal umgesetzt, in Kooperation mit dem BBK Bergisch-Land.

Ausstellungszeiträume 2021

06.03.-11.04.2021 (in Reaktion auf anhaltende, pandemiebedingte Schließung mit raumgreifender Installation) / 17.04.-23.05.2021 / 29.05.-04.07.2021 / 10.07.-15.08.2021 / 21.08.-26.09.2021 / 02.10.-07.11.2021 / 13.11.-17.12.2021

Kontakt

Projektleitung / Kuratorin KUNSTraum SCHWERIN: Susanne Gabler

kunstraum@kuenstlerbund-mv.org

Mobil: 0162 6023391

 

Projektleitung Künstlerbund MV: Annekathrin Siems

info@kuenstlerbund-mv.org

Telefon: 0385 565009